© Jaqueline Blatter 2017

Rolf Blatter

Dipl. Ing. HTL, MBA, Landrat FDP Baselland
Leserbriefe April 2019 Zur Sicherung der AHV Unser wichtigstes Sozialwerk, die AHV, hat ein immenses Finanzierungsproblem in Milliardenhöhe. Immer weniger Arbeitnehmende müssen für immer mehr Pensionierte aufkommen und die geburtenstarken Jahrgänge kommen in wenigen Jahren ins Pensionsalter. Schon heute zahlt die AHV jedes Jahr über eine Milliarde Franken mehr Renten aus, als sie über Beiträge einnimmt. Ohne Gegenmassnahmen ist das Guthaben im AHV-Fonds innert gut 10 Jahren aufgebraucht, eine Sanierung tut also Not. Die AHV-Steuervorlage entschärft die Finanzierungslücke mit einem Beitrag von zwei Milliarden Franken pro Jahr. Massnahmen zur Eliminierung des strukturellen Finanzierungsproblems bleiben bei der AHV dennoch zwingend notwendig und sind im Rahmen der Stabilisierungsvorlage des Bundesrates auch vorgesehen. Die AHV-Steuervorlage führt zu keinem Sozialausbau, sie leistet aber einen Beitrag zur Rentensicherheit ohne Erhöhung der Mehrwertsteuer. Deshalb stimme ich am 19. Mai mit Überzeugung Ja für die AHV-Steuervorlage! Rolf Blatter, Landrat FDP Pfeffingen Zum Artikel «FDP kommt mit Christoph Buser» v. 11. April Starkes Zeichen der Partei Im Vorfeld des Nominationsparteitags der FDP BL vom 10. April kam es zu verschiedenen Spekulationen darüber, ob Christoph Buser auf die Liste der Kandidierenden für den Nationalrat gesetzt wird oder nicht. Dies, nachdem der Wirtschaftskammerdirektor nach zwölf Jahren im Landrat im Wahlkreis Pratteln die Wiederwahl knapp verpasst hat. Dass die Findungs- kommission der Kantonalpartei sich vor diesem Hintergrund von inhaltlichen und sachlichen Argumenten leiten liess, ist ein starkes Zeichen. Die Siebener-Liste ist ausgewogen. Es finden sich Vertreterinnen und Vertreter aller wichtigen Bereiche darauf. Mit Christoph Buser werden für die FDP BL wichtige Wählersegmente angesprochen. Die Rede ist von der breiten Baselbieter KMU-Wirtschaft, aber auch von den Wohneigentümerinnen und -eigentümern. Für beide hat sich Buser in den vergangenen Jahren intensiv eingesetzt und viel erreichen können. Darum freue ich mich sehr, dass die Delegierten der Partei der von der Findungskommission erarbeiteten Liste einstimmig zugestimmt haben. Herzliche Gratulation an die Partei für die kluge Wahl und viel Erfolg an alle Kandidierenden. Rolf Blatter, Landrat FDP Pfeffingen Rolf Blatter wieder in den Landrat Wie die Zeit fliegt - eben die Vereidigung zum Legislatur-Start - in 3 Monaten sind diese 4 Jahre interessanter Parlamentsarbeit bereits vorbei. Ich konnte in dieser Zeit aktiv an der positiven Zukunft unseres Kantons mitgestalten - nicht zuletzt durch 24 Vorstösse, von welchen etwa die Hälfte als Fraktionsvorstösse eingereicht worden sind. Nicht nur vor den Wahlen, sondern die ganzen 4 Jahre habe ich in dieser Zeitung regelmässig über politische Geschäfte berichtet und auch meine Meinung dazu offen gelegt - im einen oder anderen Fall auch in Form einer Abstimmungsempfehlung. Mit bürgerlicher Mehrheit konnten wir dank stringenter Ausgabendisziplin die kantonalen Finanzen ins Lot bringen. Mit grossem Einsatz konnten wir auch Fehler korrigieren (z.B. für faire Wohnkosten, gegen zusätzliche Mehrwert-Abgaben, etc.). Meine Aktivitäten konzentrieren sich auf Finanzpolitik, auf Aufgabenteilung zwischen Staat und Privaten sowie auf Projekte im Hoch- , Tiefbau (u.a. Vollanschluss Aesch) und Verkehr sowie Umwelt (Deponiestrategie). Als Vize der IGPK des UKBB liegen mir auch Fragen zum Gesundheitswesen am Herzen so haben wir die Fehlentwicklung einer Spitalfusion zu verhindern gewusst. Gerne würde ich diese in unserem System wichtige Aufgabe der Volksvertretung weiterführen und mich für KMU und eine gesunde Wirtschaft einsetzen. Nur ein gesundes Staatswesen kann seine sozialen Aufgaben wahrnehmen. Für Ihre Stimmen am 31. März danke ich Ihnen herzlich. Rolf Blatter, Landrat FDP Pfeffingen Leserbriefe März 2019 Konkordanz ist nicht das Mass aller Dinge Ein sogenanntes Mitte-Komitee versucht nun mit dem Konkordanz-Argument der SP-Regierungskandidatin zur Wahl zu verhelfen. In der Tat, es entspricht der Konkordanz, dass die SP als zweitstärkste Partei unseres Kantons Anspruch auf eine Regierungsbeteiligung erheben kann. Keine Frage. Ebenso legitim ist aber auch für die SVP als mit Abstand wählerstärkste politische Kraft unseres Kantons, einen Anspruch auf zwei Regierungsmitglieder zu stellen. Die Konkordanz ist hierzulande zweifellos ein sehr starkes Argument, doch sie kann und darf nicht das Mass aller Dinge sein. Zumal wir unterscheiden müssen: Der Bundesrat wird bekanntlich von der Bundesversammlung gewählt. Die Konkordanz hat in diesem Falle ein viel höheres Gewicht, ist hier sogar das entscheidende Merkmal. Im Baselbiet hingegen wählt das Volk und nicht das Parlament die Regierung. Das heisst, die Konkordanz spielt bei der Kandidatenaufstellung sehr wohl eine Rolle, doch letztlich entscheiden die Wählerinnen und Wähler über die Zusammensetzung des Regierungsrates. Somit ist es eben keine Konkordanz- sondern vielmehr eine Persönlichkeitswahl. Thomas de Courten, Monica Gschwind, Anton Lauber und Thomas Weber sind für mich die Persönlichkeiten, welche das Baselbiet braucht. Darum wähle ich sie nicht einfach als Vertreter ihrer Parteien in den Regierungsrat, sondern vielmehr deshalb, weil sie als eigenständige Persönlichkeiten einen Leistungsausweis und klare Visionen für unseren Kanton haben. Rolf Blatter, Landrat FDP Pfeffingen Kein Klimanotstand im Baselland Wenn Sie zum Fenster hinausschauen sehen Sie das „Wetter“, mit all seinen Messgrössen (Temperatur, Druck, Bewölkung, Feuchtigkeit, Gehalt an O 3 , CO 2 , Russ, etc.). Wenn man über Zeit Wetterdaten aufträgt erhält man das „Klima“. Entgegen polemischer, zum Wahlkampf passenden Äusserungen diverser pseudo-Grüner gibt’s kein Baselbieter Klima, sondern nur ein einziges, globales Klima. Die grossen Emittenten von Luftschadstoffen sitzen allesamt NICHT in der Schweiz sondern nachweislich in den aufstrebenden Schwellen- und Industrieländern in Asien und Amerika. Diese Länder tragen durch Einsatz fossiler Energieträger massgeblich zum belasteten Klima bei (Quellen sind Gebäudeheizungen, Industrie & Mobilität). Massnahmen in der Schweiz welche schon heute strengste Energiegesetze kennt (bei Bund und Kantonen, inkl. BL), bewirken in den globalen Bilanzen Veränderung an der dritten Stelle hinter dem Komma sind also global gesehen vernachlässigbar. Das heisst nun im Umkehrschluss nicht, dass wir keine Sorge tragen sollen zu unserem Klima. Massnahmen fürs globale Klima sind aber nur dann wirklich wirksam und spürbar (in ca. 100 Jahren), wenn man bei den grossen Luftverschmutzern den Hebel ansetzt, die sind aber nicht bei uns. Drum haben wir hier auch keinen Klimanotstand. Leider ist (wahlkampfbedingt… oder haben Sie im Herbst etwas davon gehört) der Klimanotstand ein rein politisches Phänomen – nichts Weiteres. Rolf Blatter, Landrat FDP Pfeffingen Leserbriefe Januar 2019 Ja zur Mehrwertabgabe Das 2014 in Kraft getretene Raumplanungsgesetz verlangt von den Kantonen, innerhalb von 5 Jahren die konkreten Bestimmungen zur Mehrwertabgabe zu regeln; mind. eine Mehrwertabgabe von 20 % bei Neueinzonungen. Dieses Minimum (davon: 75% Kanton, 25% Gemeinde) hat der Landrat im vergangenen September beschlossen und den Gemeinden gleichzeitig untersagt, weitere Abgaben auf Auf-/Umzonungen erheben zu dürfen. Bei dieser Lösung hat der Landrat sowohl an Hauseigentümer als auch an Mieterinnen und Mieter gedacht. Zusätzliche Abgaben auf Mehrwerte infolge von Auf-/Umzonungen verteuerten Bauvorhaben und müssten von Eigentümern - und bei MFH - von Mieterinnen und Mieter bezahlt werden. Das liegt weder im Interesse der Wohnbevölkerung noch fördert es die „Verdichtung nach innen“, resp. den haushälterischen Umgang mit unserem begrenzten Bauland. Zahlreiche kommunale Verwaltungen sehen in dieser Abgabe auf Auf-/Umzonungen eine zusätzliche Geldquelle. In einem verzweifelten Versuch, diese Quelle entgegen des fairen Kompromisses des Landrates zu retten, haben sie mit Steuergeldern eine Abstimmungskampagne gegen den vorliegenden Beschluss lanciert - ein zumindest moralisch höchst fragwürdiges Vorgehen. Die Vorlage verhindert einen Einzonungsstop, begrenzt den Satz bei 20% für Neueinzonungen und 0% bei Auf-/Umzonungen und verhindert Mehrkosten für Hauseigentümer, Mieter, Firmen und Private. Sagen deshalb auch Sie JA zur Mehrwertabgabe. Rolf Blatter, Landrat FDP Pfeffingen Spitalfusion lässt Prämien steigen Die Fusion von Liestal, Laufen und Bruderholz zum KSBL hat nachweislich nicht funktioniert - das Spital steht heute schlechter da denn je. Jetzt das KSBL mit dem USB fusionieren und dadurch einen Konzern mit knapp 10 000 Mitarbeitenden entstehen zu lassen, kann nur schon deshalb nicht viel Sinn machen. Der Staat kann ein solch grosses Unternehmen nicht führen (auch nicht, wenn es in einer AG ausgelagert ist). Mit dem 2. Staatsvertrag werden sämtliche heutigen Standorte buchstäblich betoniert und Betriebskosten (Personal & Unterhalt) zementiert. Es entstünde ein Koloss mit einem Marktanteil von gut 70 % - der über Jahre mit sich selbst beschäftigt wäre und sich dank/wegen seiner Grösse nicht dem Wettbewerb zu stellen hätte. Auch die nötigen Investitionen von über CHF 3 Mia (über eine Generation) könnte der Koloss nicht aus eigener Kraft stemmen. Hinterfragen von Bedarfszahlen und Korrektur offensichtlicher Überkapazitäten (an mehreren Standorten) wären blockiert und ein Ausstieg für mindestens 15 Jahre unmöglich. In dieser Phase würden BS/BL weiterhin die schweizweit höchsten Werte für Gerätedichte (MRI, CT, etc.), Bettendichte in der Folge die höchsten Gesundheitskosten und KK-Prämien ausweisen die Löcher mit Steuern füllen müssen. Schenkt man der öffentlichen Diskussion über die KK-Prämien Glauben, dann wollen das weder Steuer- noch Prämienzahler. Sagen deshalb auch Sie vernünftigerweise Nein zur Fusion. Rolf Blatter, Landrat FDP Pfeffingen Leserbrief als Antwort auf den Beitrag von Irina Blonina vom 22. November 2018 NEIN zur Spitalfusion Die „Starke Region Basel“ hatte am 19. November zu einem Podium nach Reinach geladen, um mit Fachleuten über die Gestaltung des Gesundheitsraumes Nordwestschweiz zu diskutieren. Diese Veranstaltung ist sehr einseitig ausgefallen, als dass z.B. das Verhältnis von pro und contra - Vertretern einer Spitalfusion mit 4 zu 1 völlig ungleich war; ebenso einseitig die Redezeit. Überdies hat der Moderator dem zufälligerweise im Publikum sitzenden Präsidenten der Direktion des USB das Schlusswort überlassen - welches dieser als Werbespot für die Fusion mit dem KSBL missbraucht hat (Alternativen zur Fusion gäbe es nicht). Der Anlass hat insofern sein Ziel nicht erreicht, den Zuhörerinnen und Zuhörern objektive Argumente liefern zu können, welche zur Meinungsbildung hätten beitragen können - schade. So ist im Podium z.B. negiert worden, dass die staatlichen GWL pro Kopf in BS etwa zehnmal so hoch sind wie in BL; ebenso die Spital- und Bettendichte in unserer Region einen (negativen) Spitzenplatz belegt was letztlich in hohen Krankenkassenprämien spürbar ist (bei welchen BS und BL Spitzenplätze belegen - nota bene negative Spitzenplätze). Niemand hat sich getraut, die Frage nach der Überkapazität an Spitalbetten zur Diskussion zu stellen - auch die vorhandene Alternative über verstärkte Kooperationen zwischen Spitälern (z.B.: USB – Claraspital) wurde nicht diskutiert. Die Spitalfusion wird zu höheren Prämien führen - lassen Sie uns vorab Alternativen untersuchen und erst dann entscheiden. Rolf Blatter, Landrat FDP Pfeffingen Leserbrief zur Initiative der SP: «Ja zur Prämienverbilligung», November 2018 NEIN zur Umverteilung Schön zum Anfang des Wahlkampfs präsentiert die Linke eine pure Umverteilungs-Initiative, die natürlich mit günstigeren Krankenkassenprämien rein gar nichts zu tun hat. Alles, was mit einer Annahme erreicht würde, ist, dass der liebe Steuerzahler einmal mehr die Zeche übernimmt. Leider unterschlagen die Initianten geflissentlich, dass bereits ein sehr gut funktionierendes und austariertes System der Prämienverbilligung existiert - welches der Regierungsrat auf Januar 2019 sogar um Fr. 12 Mio. erhöht hat. Bei einer Annahme der Initiative entstünden jährliche Mehrausgaben des Kantons, d.h. für den Steuerzahler, in der Höhe von Fr. 75 Mio. Wie üblich sprechen die Initianten in keiner Weise darüber, wie diese Mehrkosten finanziert werden sollen. Kürzungen in anderen Bereichen der kantonalen Ausgaben sind aus Sicht von SP & Co. ohnehin ein „no go“ - und über die alternativ resultierende Steuererhöhung in der Höhe von 7 % wollen sie ebenso wenig diskutieren. Ich bin überzeugt, dass die Baselbieter Bevölkerung auf diese Mogelpackung mit dem verführerischen Titel nicht hereinfallen, kein Eigentor schiessen wird. Ich werde jedenfalls diese Initiative ganz überzeugt ablehnen und empfehle Ihnen – falls Sie eine Steuererhöhung vermeiden möchten, dies ebenfalls zu tun. Rolf Blatter, Landrat FDP Pfeffingen Leserbrief „Nein zur Fairfood - Initiative“, August 2018 «Schlussverkauf im Ausland» Einkaufstourismus und Onlinehandel stellen schon heute ein grosses Problem für den Schweizer Detailhandel dar. Es lohnt sich halt jetzt schon ungemein, in grenznahen Regionen einen Grosseinkauf zu tätigen. Mit den beiden Agrar-Initiativen aus linksgrünen Kreisen würde dieser Effekt weiter verstärkt werden. Denn diese fördern einen ökologischen und sozialen Höchststandard in der Lebensmittelproduktion. Dieser Standard lässt nicht nur die Bürokratie weiterwachsen, sondern erhöht nicht zuletzt dadurch gleichzeitig die Lebensmittelpreise und schwächt die Position der eigenen Landwirtschaft. Die höheren Preise für Lebensmittel in der Schweiz machen den Einkauf auf der anderen Seite der Landesgrenze noch attraktiver. Dadurch gehen in der Schweizer Lebensmittel- und Gastrobranche wichtige Arbeitsplätze verloren. Mit 2 x Nein zu Fair-Food und Ernährungssouveränität am 23. September lässt sich ein solches Szenario verhindern ich werde beide Vorlagen überzeugt ablehnen, auch wenn beide Initiativen Titel aufweisen, welche in erster Lesung durchaus positiv erscheinen. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man aber klar und deutlich – den Wolf im Schafspelz; deshalb 2 x NEIN. LR Rolf Blatter (FDP), Pfeffingen Leserbrief Juni 2018 «Ja zum Beirat Bildung» In allen Direktionen unserer Kantonsverwaltung sind Exekutivfragen bei der Regierung konzentriert, ein Zustand, der ganz normal und als solcher unbestritten ist. In einer systemfremden Ausnahme existiert neben der Bildungsdirektion aber auch ein Bildungsrat der mit abschliessenden Entscheidungskompetenzen ausgestattet ist. Dessen Beschlüsse muss aber nicht der Bildungsrat selbst, sondern die Bildungsdirektion umsetzen UND die Finanzierung garantieren. Die moderne Organisationsentwicklung kennt solche Anordnungen nicht weil sie keinen Sinn machen. Kein Führungsgremium würde langfristig akzeptieren, Beschlüsse umsetzen und finanzieren zu müssen, welche anderweitig und abschliessend gefasst worden sind. Insbesondere dann nicht, wenn die Beschlüsse nicht den eigenen Überzeugungen entsprechen, welche auf langfristiger und umfassender Entscheidungsanalyse basieren. Allen Direktionen stehen permanent vorberatende, landrätliche Kommissionen zur Verfügung, welche die einzelnen politischen Geschäfte beraten. In der Bildungsdirektion soll nun ein Beirat installiert werden, der seinem Auftrag entsprechend sein Ohr sowohl bei der Schule als auch bei der Verwaltung hat und die Direktion in Bildungsfragen berät. Das letzte Wort soll aber die Bildungsdirektion haben – wie die anderen Direktionsvorsteherinnen und -vorsteher auch. Ich werde aus diesen Gründen den Beirat mit Überzeugung unterstützen. LR Rolf Blatter (FDP), Pfeffingen Leserbriefe Mai 2018 «Salzgewinnung Rütihard» Das bewährte Salzregal regelt Herstellung und Vertrieb von Salz für verschiedene Anwendungen in der Schweiz, so steht die Schweizer Salinen AG im Besitz aller Kantone und dem Fürstentum Liechtenstein. Die Salzvorräte der aktuellen Abbaugebiete gehen 2025 zur Neige – das Gebiet Rütihard ist in der langfristigen Planung – im Abtausch mit dem „Adlertunnel-Gebiet“ – das nächste Abbaugebiet mit Salzreserven für ca. 25 Jahre. Dabei ist festzuhalten, dass die riesige Rütihard auch bei laufendem Salzabbau öffentlich und jederzeit zugänglich bleibt. Ebenso bleibt sie ein „Ort der Ruhe“– mitnichten wird das Naherholungsgebiet nachhaltig „zerstört“. Die Installationsarbeiten für die geplanten 4 Sektoren dauern jeweils nur ca. 1 Jahr der folgende ca. 25 Jahre dauernde Betrieb der unterirdisch angeordneten Installationen ist weder hör- noch sichtbar (ausser einem Schachtdeckel). Im Gegensatz zur Land- und Forstwirtschaft sind für den Salzabbau keine regelmässigen Fahrten mit teils schwerem Gefährt in die Rütihard nötig. Andere Schweizer Abbaugebiete existieren zwar geologische und technische Abklärungen werden noch ca. 20 Jahre andauern. Salzimport ist aus taktischen Gründen (Versorgungssicherheit), ökologischen Bedenken (Anlieferung über 1000 km) und ökonomischen Nachteilen (höhere Salzpreise) keine sinnvolle Alternative. Deshalb: Ja zur Salzgewinnung Rütihard. LR Rolf Blatter (FDP), Pfeffingen Präsident Rotary Club Muttenz-Wartenberg «Nein zu Gebühren ohne Grenzen» Am 10. Juni stimmt das Baselbieter Volk über die Änderung des Raumplanung- und Baugesetzes - und damit über die Aufhebung der Gebührenobergrenze ab. Die letzte Gebührenerhöhung liegt erst vier Jahre zurück - und nun soll es nach oben überhaupt keine Grenze mehr geben. Damit werden die Bewilligungskosten für grössere Bauvorhaben nur noch schwer kalkulierbar - die Planungssicherheit ist nicht mehr gegeben. Mit diesem unnötigen Schritt verspielt der Kanton einen grossen Vorteil im Standortmarketing. Betroffen sind vom Wegfall der Gebührenobergrenze zunächst Gewerbebauten und Hochhäuser mit Investitionssummen im mehrstelligen Millionenbereich. Deren Einfluss auf unsere Bevölkerung ist aber nicht zu unterschätzen, denn genau solche Investitionen sorgen auch in unserem Kanton für Arbeitsplätze und Wohnungen. Auch für Hauseigentümerinnen und -eigentümer sind höhere Gebühren zu erwarten - was zu höheren Wohnkosten führt (auch für Mieter). Werden die Gebühren künftig nach den effektiv verursachten Kosten berechnet - werden auch kleinere Baugesuche am meisten darunter leiden (z.B. für ganz gewöhnliche Dachfenster, o.ä.) – und deutlich teurer werden. Aus oben genannten Gründen werde ich diese Vorlage entschieden ablehnen. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbrief zum Gastkommentar von LR Kathrin Schweizer vom 19. März 2018: «Volkswillen respektieren» Halbwahrheiten beim «Volkswillen» Interessanterweise wird die ELBA Abstimmung von 2015 immer wieder zitiert - im Zusammenhang mit der neu entflammten Diskussion über die überfälligen Strassenbauprojekte in unserem Kanton. So auch von LR Kathrin Schweizer - aber leider völlig falsch. Bei der Abstimmung ging es nämlich nicht um Investitionen von „1.8 Milliarden für Strassen“, sondern um einen Planungskredit über 11 Mio Fr. für Mobilitätsprojekte etwa zu gleichen Teilen für den ÖV (Schiene & Strasse) und MIV (Strasse). Der Planungskredit aus 2014 für das Herzstück Basel in der Höhe von 10 Mio Fr. (zu 100% für den ÖV) war in keinster Weise bestritten. Linke Verkehrspolitik fokussiert sich primär auf den ÖV und negiert dabei, dass mehr als 80% des Personenverkehrs (und mehr als 60% des Warenverkehrs) auch heute noch auf der Strasse stattfindet. Nicht zuletzt gibt es in BL pro 1000 Einwohner 503 PW (Stand 2015, ohne LKW und Töffs!). Viele Autofahrer stehen periodisch im Stau, produzieren nebst Umweltverschmutzung über Staukosten auch ökonomische Schäden in grosser Höhe. Wären all diese Menschen für den bedingungslosen ÖV sie würden sofort ihr Fahrzeug verkaufen und ihre Mobilitätsbedürfnisse per ÖV befriedigen. Im Übrigen ist das Problem der überlasteten Strassen mit der ELBA Ablehnung alles andere als gelöst; die Wirtschaft brummt (zum Glück) und die Zahl der Einwohner wächst nach wie vor stetig – damit auch deren Bedarf an Mobilität. Lassen Sie uns deshalb – endlich – die längst überfälligen Strassen bauen. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbrief zum Gastkommentar von LR Kathrin Schweizer vom 24. Januar 2018: «Ja zur Prämienverbilligung» Mogelpackung: «Prämienverbilligung» Unter dem Deckmantel der steigenden Krankenkassenprämien hat die Baselbieter SP in bewundernswert kurzer Dauer eine stattliche Zahl von Unterschriften für ihre Initiative „Ja zur Prämienverbilligung“ gesammelt. Und streut damit in weniger bewundernswerter Art Sand in die Augen der Steuerzahler. Bei der vorgeschlagenen Initiative handelt es sich nämlich in keinster Weise um Massnahmen zur Senkung der Krankenkassenprämien - sondern einmal mehr um eine klassische Umverteilung in Reinkultur. Die Initianten fordern, dass die Krankenkassenprämien bei allen Baselbieterinnen und Baselbieter maximal 10 % des Einkommens ausmachen dürfe. Wie die dadurch entstehenden fehlenden Prämienzahlungen kompensiert werden sollen - darauf geht die SP in gewohnter Manier nicht ein. Klar ist jedoch, dass es hier gemäss Schätzung der Steuerverwaltung um einen Betrag von jährlich ca. 50 Millionen geht, welcher bei Annahme der Initiative zulasten der Steuerzahler geht. Kaum zeichnet sich am Horizont die gewünschte und in teilweise harten Debatten erzielte Verbesserung der Kantonsfinanzen ab, werden neue Begehrlichkeiten nicht nur geweckt, sondern mit Initiativen zur Abstimmung gebracht. Mit dem süffigen und verführerischen Titel „Prämienverbilligung“ gaukeln die Initianten etwas vor, was mit der Initiative nicht erreicht werden kann. Ich werde sie deshalb bekämpfen und ablehnen. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbrief zum 8. Generellen Leistungsauftrag Emotionaler Zug im Homburgertal Die Geschichte wiederholt sich mit emotionalen Argumenten verwischen Abstimmungsgegner des 8. GLA den StimmbürgerInnen die Sicht und verwehren damit klare Sicht auf die Fakten. Das Überleben des Zugs Sissach - Olten muss sichergestellt werden egal ob und wie viele Fahrgäste im Zug sitzen. Die Abstimmung über mühsam ausgehandelte ÖV-Verbesserungen (auf Schienen & Strassen) im gesamten Kantonsgebiet reduziert sich auf die Frage der Zugverbindung für ca. 100 Fahrgäste pro Tag. Diesen Zug gab’s schon vor mehr als 100 Jahren Grund genug, ihn für die nächsten 100 Jahre zu sichern - obwohl die Zahl der S9-Nutzer entgegen wiederholter eigener Beteuerungen in den letzten 20 Jahren stetig abgenommen hat. Im Schnitt kostet jeder „S9-Stammgast“ ca. Fr. 8‘000/a, ein Betrag, den die Steuerzahler berappen müssen, fernab von Logik und Gerechtigkeit. Public Service verkommt so zu Private Service. Mit der Ablehnung des 8. GLA würde die S9 weiterfahren und weiter hohe Kosten erzeugen - aber zahlreiche Verbesserungen im ganzen Kanton blieben aus. Dichtere Busverbindungen abends und an Wochenenden, bessere Anbindung an den Fernverkehr in Sissach und Olten, der 2. Schnellzug im Laufental sowie das optimierte Angebot für Allschwil und Birseck. All diese Verbesserungen des 8. GLA würden mit dem Bad leider ausgeschüttet - nur zu Gunsten des „Private Service“ von regelmässigen 70-100 Fahrgästen zwischen Läufelfingen und Olten. Das kann nicht sein - darum stimme ich überzeugt ja zum 8. GLA. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP, Mitglied BPK Leserbrief zum Gastkommentar von Jan Kirchmayr vom 9. September 2017 in der bz Wasser ist wichtiger als Velo Nach längeren Planungsarbeiten für die «Transitleitung Ost» haben vor wenigen Tagen die entsprechenden Bauarbeiten zwischen Arlesheim und Münchenstein begonnen. Die Wasserver- sorgungen im Birseck werden über eine neue Verbindungsleitung an die Wasserversorgung Hard angebunden dadurch können die beiden Netze Trinkwasser je nach Bedarf (bei Havarien) in beide Richtungen austauschen und erhöhen dadurch hüben wie drüben die Erhöhung der Versorgungssicherheit ganz wesentlich. In seinem Gastkommentar vom 9. Oktober moniert Kollege Jan Kirchmayr, dass die Wasserwerke Reinach mit Kanton und Bund nicht kommuniziert hätten und während der Bauphase den Fahrradweg in diesem Raum beeinträchtigten. Offenbar geht das Verständnis über staatliche Leistungen bei privaten Bauarbeiten so weit, dass den Velofahrern für die zeitlich beschränkte Phase der Arbeiten ein roter Teppich in Form einer Ausweichroute hätte ausgebreitet werden sollen. Meines Erachtens ist es nicht zu viel verlangt, dass jeder Velofahrer während der Bauzeit für diese wichtige Wasserleitung eine akzeptable Umleitung findet und zwar selbst und eigenverantwortlich. Letztlich ist Wasser als Lebenselixier und die sichere Versorgung ALLER EinwohnerInnen viel wichtiger als die Mobilität per Velo für ein paar Radfahrer. Rolf Blatter, Landrat FDP, Pfeffingen Mitglied Zweckverband Wasserversorgung APD Leserbrief zum TCS – Referendum gegen die Verlegung der Strasse in Salina Raurica Referendum ist nicht zu Ende gedacht Die bürgerlichen Verkehrsverbände TCS und ACS haben erstaunlicherweise das Referendum ergriffen - gegen den Beschluss des Landrates über die Verlegung der Rheinstrasse weg vom Rhein am Nordrand von Salina Raurica hin zur A2 am Südrand. Der Landrat hat an seiner Sitzung vom 18. 5. bei wenigen Enthaltungen die Verlegung der Strasse mit 59:6 Stimmen beschlossen. Folgende Argumente zeigen, dass das Referendum völlig falsch ist: - Die Verlegung der Strasse ermöglicht die lokale Erschliessung von Salina Raurica und macht dadurch das Areal für potentielle Investoren attraktiv. Die als Vorleistung auszuführende Arealerschliessung ist ein expliziter Wunsch/Auftrag bürgerlicher Kreise sowie der Standortgemeinden Pratteln und Augst, welche Salina Raurica seit langem nutzen wollen. Im Nach- gang an das Biogen-Debakel vor ein paar Jahren hat diese Strategie überdies Auftrieb und Legitimation erhalten. - Die neue Strasse insbesondere die 3 Kreisel - ist nach oben skalierbar und kann bei einem steigenden Ausbau von Salina Raurica jederzeit erweitert, baulich angepasst werden. Es ist unwahrscheinlich, dass von einem Tag auf den anderen das gesamte Areal überbaut sein wird und plötzlich 6000 Personen (Arbeiten und Wohnen) auf der Matte stehen. Deshalb ist die Strasse zum jetzigen Zeitpunkt korrekt dimensioniert. - Die Strasse ist nicht als Teil der Transitverbindung Basel Rheinfelden zu verstehen - dafür gibt’s die A2. - Viele bürgerliche Politiker haben zu Recht den Bau von Luxusstrassen der Vergangenheit moniert insbesondere auf Halde. Der bereits jetzige Vollausbau der erwähnten Kreisel bei einem noch mehrheitlich leeren Areal Salina Raurica ist unvernünftig. Ein Blick auf die Kantonsfinanzen schreit zudem nach einem vernünftigen und etappierten Strassenbau. - Sollte die Strasse an der Urne tatsächlich abgelehnt werden, ist Salina Raurica als wichtiges Areal der Wirtschaftsoffensive für die nächste Generation gestorben - die Planungsarbeiten und bereits getätigten Investitionen sind für die Katz gewesen. Salina Raurica hätte dann definitiv das Image eines Verlierers. Komisch mutet überdies an, dass das Strassenbauprojekt just am eigentlichen Tag der Parlamentsdebatte in die Kritik gekommen ist. Ein Projekt, welches den Einsprechern sehr wohl schon lange im Detail bekannt war - nie sind im Vorfeld kritische Punkte aufgeführt worden; auch nicht den betroffenen Kommissionsmitgliedern gegenüber. Nie ein Wort über eine zu knapp dimensionierte Strasse oder zu schwache Kreisel. Überdies würde mit einer Rückweisung der Strasse an der Urne nebst dem Strassenprojekt selbst auch mit der nicht oder deutlich schwächer stattfindenden Ansiedlung von Wohn- und Arbeitsplätzen der KMU-Wirtschaft kein Gefallen getan. Auch die Verlegung der Kläranlage wurde im Rahmen des Planungsprozesses diskutiert und gilt zwar als grundsätzlich wünschbar ist aber viel zu teuer (knapp 300 Mio) - die Idee ist definitiv vom Tisch. Aus all diesen Gründen empfehle ich schon jetzt, das Referendum nicht zu unterstützen, damit die Strasse gebaut werden kann und Salina Raurica sich endlich entwickeln kann. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbrief April 2017 zur Bruderholz-Initiative Gesundheitsversorgung für alle Die flächendeckende Gesundheitsversorgung gehört zu den hoheitlichen Aufgaben der öffentlichen Hand. Um die stetig steigenden Gesundheitskosten eindämmen zu können, haben die beiden Gesundheitsdirektoren von BL und BS beschlossen zu prüfen, ob das Kantonsspital BL und das Unispital BS unter gemeinsamem Dach kostengünstiger produzieren könnten; jährliche Einsparungen von ca. 70 Mio werden mit diesem Projekt anvisiert. Reflexartig hat sich ein Initiativkomitee gebildet - vornehmlich bestehend aus Leimentaler Persönlichkeiten, welches mit emotionalen Argumenten und Halbwahrheiten versucht, das Bruderholzspital im heutigen Zustand zu zementieren. Eine Annahme der Initiative verunmöglicht die Realisierung der in Aussicht gestellten Einsparungen in geplanter Höhe, möglicherweise sogar die geplante Fusion der beiden öffentlichen Spitäler. Das Bruderholzspital ist auch bei der geplanten Spitalfusion als Standort gesetzt - die grosse Mehrheit der Arbeitsplätze ist somit nicht gefährdet. Das Fusionsprojekt wird als Resultat der jetzt laufenden Abklärungen fixieren, wo sinnvollerweise welche Dienstleistungen angeboten werden sollen. Sämtliche bis heute gemeldeten Parolen von Parteien und Verbänden (inkl. Ärztegesellschaft Baselland) empfehlen die Initiative zur Ablehnung. Ich empfehle Ihnen ebenfalls, diese unnötige BruderholzInitiative abzulehnen - diese bringt der Bevölkerung keine Vorteile! Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbriefe November 2016 zum Kantonalen Richtplan (KRIP) Falsche Angaben? In seinem Leserbrief vom 17. November stellt Herr Stebler den Status der provisorischen Betriebsbewilligung infrage - obwohl der Leiter des AUE regelmässig auf diesen Status hingewiesen hat. Vom selben AUE stammt auch die Kostenschätzung für die noch erforderlichen Investitionen zur langfristig gesicherten Betriebsbewilligung für die beiden fraglichen Quellen. Zahlreiche Deponiegegner repetieren gebetsmühlenartig, dass die Trinkwasserversorgung von Blauen und Zwingen in Gefahr wäre. Die Gemeinden nördlich von Zwingen beziehen ihr einwandfreies, unbehandeltes Trinkwasser aus unterirdischen Grundwasserströmen und sind damit seit Jahrzehnten gut gefahren. Diese Lösung funktioniert selbstverständlich auch als einfach umsetzbare Nachfolgelösung für die beiden Trinkwasserquellen. Niemand wird nach der Umstellung auf Trinkwasser aus dem Birs- / Grundwasser einen Unterschied merken. Zu den LKW Fahrten kann hier festgehalten werden: über 60 000 Fahrzeuge werden täglich beim Schänzli Tunnel gemessen - beim Anschluss Angenstein sind es noch etwa 20 000, in Zwingen wahrscheinlich noch ca. 15 000. Zusätzliche Fahrten mit direktem Bezug zur Deponie dürften es täglich etwa 250 sein (d.h. + 1.5%), verteilt auf den ganzen Tag im Gegensatz zum regelmässigen Stau in den Randstunden. Von zusätzlichen Arbeitsplätzen und Steuerertrag für die Standortgemeinden wird ohnehin nicht gesprochen. In der ganzen Diskussion dominiert leider - wie beim Sparen - das Prinzip von Sankt Florian. Alle wollen von der Bauindustrie profitieren, alle helfen direkt (private Wohnbauprojekte) und indirekt mit (Projekte der öffentlichen Hand: Doppelspurausbau Grellingen, Neubau Sekundarschule Laufen, etc.), das saubere Aushubmaterial zu produzieren - deponieren sollen es aber gefälligst andere. Verantwortliches Handeln sieht anders aus. Schade! Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP, Mitglied BPK Mehr Ehrlichkeit beim Thema Trinkwasser Wir denken heute in Rohstoffkreisläufen und verwerten möglichst viel. Dass am Ende immer etwas übrigbleibt, was nicht wiederverwendet werden kann, trifft auch für simplen Erdaushub zu. Nicht immer kann dieses Material an einer anderen Baustelle wiederverwendet werden. Nicht alles kann rezykliert werden. Dass für solches Material möglichst nahe am Entstehungsort Ablagerungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen, sollte uns allen einleuchten. Niemand kann dafür sein, saubere Erde per Lastwagen über weite Autobahnstrecken irgendwohin zu fahren; das ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Deshalb ist die Richtplananpassung, über die wir am 27. November abstimmen, wichtig. Wir benötigen Ablagerungsstandorte für sauberen Aushub in unserer Region. Nun werden zum Thema Wasser und Deponien in erster Linie Emotionen geschürt. Ablagerungsstandorte für sauberen Aushub werden mit Bildern von verseuchtem Wasser, von ausge- trockneten Gebieten, von durstigen Kindern, die uns verzweifelt und mit grossen, traurigen Augen anschauen in Verbindung gebracht, weil zwei mit einer provisorischen Betriebsbewilligung ausgestattete Trinkwasserfassungen dann nicht mehr verwendet werden dürfen. Diese Bilder wurden auch in der Landratsdebatte zur Anpassung des Richtplans bemüht. Der Klimawandel als Argument gegen Ablagerungsmöglichkeiten für saubere Erde. Und das im Wasserschloss Europas. Das verstellt den Blick auf die tatsächlichen Probleme unserer Wasserversorgungen. Diese sind bekanntlich nicht alle in bestem Zustand. Jahrzehntelang aufgeschobene Erneuerungsarbeiten sind ein Grund, weshalb Betriebsbewilligungen für Trinkwasseranlagen nur noch provisorisch erteilt werden so zum Beispiel bei besagten Trinkwasserfassungen in Zwingen und Blauen. Zu kleine Schutzzonen, die nicht mehr den heutigen gesetzlichen Anforderungen entsprechen, ein anderer. Sollten diese Schutzzonen rechtmässig vergrössert und festgelegt werden, droht die Sanierung von Schiessanlagen und alten Kehrrichtdeponien. Was es kostet, für diese Trinkwasserfassungen eine definitive Betriebsbewilligung zu erhalten? Darüber wird nicht gesprochen. Wer muss das bezahlen? Sie ahnen es. Doch darüber spricht von den Gegnern der Richtplananpassung niemand. Lieber schürt man - sogar mit einer einseitigen Landsgemeinde - weiterhin das Bild der heilen Quellen-Welt. Es stimmt nachdenklich, dass dieses Thema nicht wirklich ernst genommen wird und die tatsächlichen Probleme unserer Wasserversorgungen verschwiegen werden. Diese wären nämlich vernünftig zu lösen, wie auch schon der Regierungsrat aufgezeigt hat. Für beide Trinkwasserfassungen bestehen gute Alternativen - auch mit dem angepassten Richtplan werden alle Einwohnerinnen und Einwohner von Zwingen und Blauen Wasser von bester Qualität in genügenden Mengen erhalten. Mir ist kein Fall bekannt, in welcher eine Reorganisation einer kommunalen Wasserversorgung zu schlechteren Resultaten in Punkto Qualität, Sicherheit und Beschaffungskosten geführt hat. Wird das Thema jedoch nur zu anderen Zwecken instrumentalisiert, werden Verbesserungen zu Gunsten aller gefährdet. Wir wären besser beraten, das nicht zu riskieren - stimmen Sie deshalb der Anpassung des kantonalen Rechtsplans zu. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP, Mitglied BPK Leserbrief Oktober 2016 „Es gibt einen Weg aus dem Schlamassel“ Adil Koller, Präsident der SP Baselland möchte, dass die Unternehmenssteuerreform abgelehnt wird. Als Ausweg aus dem Schlamassel will er das verstanden haben. Dabei würde eine Ablehnung dieser wichtigen Reform überhaupt erst ins Schlamassel führen. Die Steuerreform ist der Schlüssel für den künftigen Erfolg des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Nur wer sich im internationalen Wettbewerb gut positioniert, zieht Unternehmen an und kann Arbeitsplätze schaffen. Das trifft insbesondere für die beiden Basel zu, wo sich deshalb sogar auch SP-Anhänger gegen die eigene Partei stellen und die Reform unterstützen. Gerade unser Kanton, der vom erfolgreichen Zusammenspiel von KMU und Grossunternehmen geprägt ist, ist auf einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort angewiesen. Kommt hinzu: Grossunternehmen sind sehr wichtige Steuerzahler. Diese wichtige Einnahmequelle dürfen wir nicht aufgeben. Wir müssen sie langfristig sichern und ausbauen. Der internationale Druck der OECD zwingt uns, unser Steuersystem anzupassen. Deshalb braucht es die Steuerreform. Ohne die Steuerreform droht der Verlust von wichtigem Steuersubstrat und nicht wegen der Steuerreform. Es ist deshalb wichtig, sich für ein JA zu engagieren. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbrief August 2016 Manipulationsvorwürfe im Streit um Deponien” Nach dem Motto: „Mit dem Kopf durch die Wand“ kämpfen die Deponiegegner aus Zwingen/Blauen mit allen Mitteln und führen auch seltsame Vorwürfe ins Feld - zuletzt, dass die BUD die Evaluationskriterien abgeändert und dadurch einen Standort im Laufental „begünstigt“ habe. Nach wie vor wird das Argument „Erhalt der Wasserquellen“ vorgeschoben. Geflissentlich wird aber unterschlagen, dass die aktuelle Betriebsbewilligung für die beiden Quellen nur auf Zusehen hin besteht - und dass Sanierungsmassnahmen für mehrere Millionen dringend nötig werden, sollten diese beiden Quellen langfristig bestehen bleiben. Bereits in einem früheren Leserbrief habe ich dargelegt, dass mit diesem Betrag anstelle der Sanierung zweier Grundwasserfassungen in desolatem Zustand locker eine neue Brunnenanlage gebaut und daraus die Verteilnetze von Zwingen und Blauen gespeist werden können. Die Einwohnerinnen und Einwohner wollen letztlich qualitativ einwandfreies Trinkwasser aus zuverlässiger Versorgung - diese muss nicht zwingend Pfandel und/oder Bernhardsmätteli heissen. Ich weise an dieser Stelle gerne darauf hin, dass vom erwarteten Lagervolumen 50 % aus BL, 40 % aus BS und 10 % aus SO stammen werden. Die aktuelle Deponie „Höli“ in Liestal nimmt derzeit Inhaltsstoffe aus der Region Basel, dem Leimental und dem Laufental auf. Überdies wurden im vergangenen Jahr 225 000 Aushubmaterial nach Frankreich exportiert, eine kleine Menge nach Deutschland - und nur 50 000 im eigenen Kanton deponiert. Somit werden über 80 % unserer Aushub- und Inertstoffe mit Lastwagen ins Ausland transportiert. Sollten die französischen und/oder deutschen Behörden die Grenzen dicht machen, haben unsere Baubranche und Bauherren ein massives Problem. Es scheint auch einigermassen zweischneidig, nach dem Schutz der eigenen Grundwasserquellen zu schreien und dabei - wenig ökologisch - den eigenen Ausflug ins Ausland zu karren. Das bestehende freie Volumen in den aktuell betriebenen Deponien geht langsam zur Neige - der Kanton braucht diese Deponie in Zwingen/Blauen. Der Volksabstimmung über den vom Landrat beschlossenen Deponiestandort sehe ich deshalb geruhsam entgegen. Rolf Blatter, Pfeffingen, Landrat FDP Mitglied der Bau- und Planungskommission Leserbrief Juli 2016 „Sie wollen den Staat zerstören“ Im Interview legt sich der junge SP-Präsident mächtig ins Zeug für seine Leute und will ganz einfach und ungeschaut jede Staatsstelle retten. Das ist zwar sein gutes Recht und Aufgabe als Präsident der SP, dient aber nicht dem Ziel von Landrat und Regierung, den Staat eben nicht zu zerstören, sondern mit einer moderaten Sparübung zu entschlacken und langfristig wieder auf gesunde Beine zu stellen. In der Vergangenheit ist unzählige Male vorgeführt worden, was passiert, wenn auf breiter Front über kleine Puzzleteile von Budgets oder Sparpaketen debattiert wird; Leistungen und damit Kosten bleiben bestehen. Der neue Ansatz, Leistungen über beschlossenen Personalabbau entweder effizienter gestalten oder reduzieren - zu müssen, verspricht viel mehr Erfolg. Polemisch über die „Zerstörung des Staates“ zu lamentieren hilft hier nicht, zumal der Abbau grösstenteils über natürliche Fluktuation erfolgen kann. Die Wirtschaft macht‘s regelmässig vor; wenn die Erfolgsrechnung aus dem Gleichgewicht kommt, werden die erforderlichen Korrekturen angebracht - in aller Regel auch schweren Herzens, insbesondere wenn diese Massnahmen auch Personalabbau beinhalten. Überdies ist alles sehr transparent; jeder Bürger findet das vollständige Sparprogramm im Internet. Die Bevölkerung hat im letzten Jahr eine deutliche bürgerliche Mehrheit in Regierung und Parlament bestellt u.a. verbunden mit dem Auftrag, die Staatsfinanzen endlich wieder ins Lot zu bringen. Stellen zu schaffen und öffentliches Geld auszugeben ist sicherlich angenehmer - im Moment jedoch ist unattraktives Sparen angesagt. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbrief Juni 2016 Eidg. Schwingfest 2022 in Aesch 2022 soll in der grossen Ebene zwischen Aesch und Reinach das Eidg. Schwingfest durchgeführt werden. Damit erhält unsere Region die einmalige Chance, sich der ganzen Schweiz als eigenständiger Kanton präsentieren zu können. Überdies kann das lokale Gewerbe von diesem grossen und friedlichen Volksfest profitieren und seine Produkte und Dienstleistungen einbringen. Der vorgeschlagene Standort ist über SBB und BLT ebenso gut erschlossen wir für den Individualverkehr über die A18 (Durchstich wird dann fertig sein; ab der Autobahn gelangt man direkt zum Festgelände). Dank einem guten Park-and-Ride System wird der Festplatz auch mit Parkplätzen nicht überlastet sein. Die betroffenen Landwirte werden für ihren Ertragsausfall grosszügig entschädigt und können selbstverständlich vom Anlass auch anderweitig profitieren; Buurezmorge, „Schlafen im Stroh“, etc. sind hier nur einige Beispiele. Wie am letzten Durchführungsort Burgdorf bewiesen wurde, kann der Festplatz nach Abbau aller Anlagen nachhaltig wiederhergestellt werden. Natur- und Umweltschutz haben beim Volkssport Schwingen einen hohen Stellenwert spezielle Zonen im Festgelände sollen speziell geschont und geschützt werden. Es wäre toll, wenn unser Kanton dieses Eidgenössische Schwingfest durchführen könnte – die nächste Chance kommt erst 2067 wieder. Ich danke allen ganz herzlich für die wohlwollende Unterstützung dieses grossen Volksfestes. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbriefe Mai 2016 Mobilität ist für die Wirtschaft entscheidend Unsere Strassen sind die Pulsadern unserer Wirtschaft ohne ein funktionierendes Strassennetz steht sie still. Jede Minute im Stau kostet viel Geld. Diese Kosten werden am Ende auf die Konsumentinnen und Konsumenten überwälzt. Dagegen wehre ich mich. Eine gute Strasseninfrastruktur dient uns allen, und im Gegensatz zum öffentlichen Verkehr finanziert sich die Strasse selbst und benötigt keine staatlichen Subventionen. Gerade deshalb ist die Forderung auch legitim, dass Abgaben, welche Strassenbenützerinnen und -benützer leisten, auch für den Erhalt und Ausbau der Strasseninfrastruktur verwendet werden müssen. Deshalb sage ich am 5. Juni 2016 Ja zu einer fairen Verkehrsfinanzierung. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Nimmt der Schulrat seine Aufgaben wahr? In der Basler Zeitung vom 17. Mai findet sich die Geschichte der Sekundarschule Aesch erneut in den Schlagzeilen, wonach die Schulleitung seit langem über die permanente Verschiebung des Schulbeginns am Morgen um eine ganze Lektion sinniert. Dank solcher Massnahmen könnten natürlich auch die Lehrerinnen und Lehrer 1 Stunde später starten - zulasten freier Nachmittage für die Schülerinnen und Schüler. Nun wird aufgrund dieser laisser-faire-Politik in einzelnen Gemeinden (auch in Aesch) die Bildungs-direktion im entfernten Liestal dafür verantwortlich gemacht, wofür eigentlich die kommunalen Schulräte da wären. Der Schulrat ist Anstellungsbehörde für Lehrkörper und Schulleitung - somit deren hierarchisch vorgesetzte Stelle. In der Privatindustrie werden interessante Vorschläge weiterentwickelt, abstruse Ideen von Vorgesetzten aber üblicherweise im Keim erstickt, bevor sie Kosten generieren und hohe Wellen erzeugen können. In vielen Schulräten aber fehlt die dafür erforderliche Führungsstärke - offenbar auch in Aesch. Hoffentlich werden die Wählerinnen und Wähler diese Vorkommnisse bei den anstehenden Wahlen für den Schulrat berücksichtigen, denn - Wahltag ist Zahltag. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf Die Verfassungsinitiative «Für eine bedarfsgerechte familienergänzende Kinderbetreuung» stärkt die Eigenverantwortung und den Einfluss der Erziehungsberechtigten, indem diese künftig selbst aussuchen können, wo sie ihr Kind betreuen lassen. Das kann eine Tagesstätte in der Wohngemeinde, aber auch eine Einrichtung in der Nähe des Arbeitsorts sein je nach Bedürfnis und Familiensituation. Dadurch werden die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf entscheidend verbessert. Deshalb lege ich am 5. Juni 2016 ein Ja in die Urne. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbrief April 2016 Wasserversorgung von Blauen/Zwingen überhaupt nicht gefährdet Die Bau- und Umweltschutzdirektion Baselland hat in einem jahrelangen objektiven Evaluationsverfahren zahlreiche Standorte für eine neue Deponie für Aushubmaterial und Inertstoffe aus der regionalen Bauwirtschaft untersucht. Dieses Verfahren hat nach der Bewertung wichtiger Kriterien eindeutig die Standorte Stutz und Sunnerai an die Spitze der Liste möglicher Standorte gebracht. Folgerichtig hat die landrätliche BPK diese Standorte dem Landrat auch zur Aufnahme in den kantonalen Richtplan empfohlen - die Abstimmung im Plenum erfolgt am kommenden Donnerstag, 14. April 2016. Die Gegner argumentieren auf polemische Art und Weise, dass mit diesen Deponien die Wasserversorgung von Zwingen und Blauen gefährdet sei. Das ist schlicht falsch! Der Betrieb der beiden fraglichen Quellen ist derzeit lediglich provisorisch bewilligt und würde Investitionen in der Höhe von ca. Fr. 5 Millionen erfordern, damit deren langfristige Funktion gesichert werden könnte. Mit diesem Geld kann technisch und finanziell ohne Probleme eine neue Wasserfassung erstellt und das Trinkwasser über eine neue Druckleitung in die bestehende Feinverteilung der beiden Gemeinden eingespeist werden. Die Angstmacherei mit dem lebenswichtigen Thema Trinkwasser dient niemandem - ebenso wenig wie die alten Laufentaler Reflexe. Mit den vorgeschlagenen Deponiestandorten kann ein ökologisch und ökonomisch wenig sinnvoller Export unseres Aushubmaterials nach Frankreich endlich gestoppt werden. Nachdem frühere grosse Deponiestandorte in anderen Kantonsteilen liegen, ist die Wahl nun auf gute Lösungen im Laufental gefallen. Ich bin überzeugt, dass der Landrat hier richtig entscheiden und die Bevölkerung im Laufental entgegen Drohungen einzelner Exponenten die demokratische Entscheidung akzeptieren wird weil nicht zuletzt auch Bauschutt aus dem Laufental hier entsorgt werden kann. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP, Mitglied BPK Leserbrief Dezember 2015 „Ausbau der Universität Basel“ Die neue Rektorin der Uni Basel verkündet in einem Interview mit der Schweiz am Sonntag vom 6. 12. 2015, dass sie die Universität weiter ausbauen möchte und deswegen nicht auf finanzielle Beiträge der öffentlichen Hand verzichten werde. Also auch nicht auf die Beiträge aus dem Kanton Basel-Landschaft. Noch ist es keine Woche her, dass der Landrat den Baselbieter Beitrag an die Zusatzfinanzierung der PK der Uni Basel (15 Millionen) gutgeheissen hat; dieses Geschäft stellt die letzte Hürde für den 80-Millionen Deal dar. Im Wissen darum, dass die Verhandlungen zwischen den beiden Basel um einen neuen Vertrag über die gemeinsame Trägerschaft für die Uni in Kürze starten werden, ist diese Aussage alles andere als vertrauensbildend. Damit eine Verhandlung zielführend sein kann, braucht es von beiden Seiten Kompromissbereitschaft - und nicht von Anfang an die öffentliche Aussage, von der aktuellen Position nicht abweichen zu wollen. Ein Kompromiss ist dann gut, wenn beide Vertragsparteien gleichermassen unzufrieden sind. Vor diesem Hintergrund wünsche ich den Verhandlungsparteien viel Erfolg bei den harten Diskussionen. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbrief Dezember 2015 ELBA – verbesserte Mobilität Am kommenden Wochenende stimmen wir über Elba ab EntwicklungsPLANUNG Leimental Birseck Allschwil. Gesellschaft und Wirtschaft verlangen nach höherer Mobilität die lautstarken Reklamationen im Nachgang an die Tunnelreinigungen am Tag (statt in der Nacht, um Kosten zu sparen), die sofort grosse Staus verursachten, waren eines der letzten Beispiele. Elba wird somit die Planung einer verbesserten Mobilität im nordwestlichen Teil unseres Kantons ermöglichen. Dies unter der Berücksichtigung der zu erwartenden Veränderungen: höhere Bevölkerungsdichte, neue Siedlungen und damit auch höheren Verkehrsflüsse bei Langsamverkehr, ÖV und Individualverkehr. Die einzelnen Projekte (zu finden unter www.baselland.ch ) gelangen jeweils VOR deren Ausführung zur Volksabstimmung (wie die kürzlich bewilligte „Umfahrung Allschwil“) die Projekte sollen im Zeitraum von 2020 2055 umgesetzt werden. Mit einem Ja sagen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger also keinesfalls Ja zu 1.8 Mia Investitionen in Luxusstrassen, wie die Gegner das lauthals herausproleten. Zum Glück ist das Stimmvolk schlauer – und wird den Planungskredit Elba in der Höhe von 11.2 Mio bewilligen; die Leute haben die Nase voll überfüllten Trams und Zügen und von Staus auf unseren Strassen. Rolf Blatter, Pfeffingen Landrat FDP Leserbrief Juni 2015 Erbschaftssteuer bestraft Hauseigentümer Nicht nur KMU und Familien, sondern auch Hauseigentümer würden unter den Folgen der Erbschaftssteuer leiden und das gleich mehrfach. Liegenschaften werden in der Schweiz heute schon stark besteuert und mit Abgaben belastet. Kommt nun noch eine bundesweite Erbschaftssteuer hinzu, werden Hauseigentümer ein weiteres Mal bestraft. Der willkürlich festgelegte Freibetrag von 2 Millionen ist zudem viel zu tief angesetzt. Gerade Einfamilienhäuser in zentrumsnahen Lagen haben in den letzten Jahren an Wert gewonnen. Kommen noch Erspartes und Vorsorgegelder hinzu, wird der Freibetrag schnell überschritten. Die Steuer betrifft somit längst nicht nur die Reichsten, wie von den Initianten immer wieder propagiert im Gegenteil: Es ist einmal mehr der Mittelstand, der am meisten unter der neuen Abgabe leidet. Haben die Erben zu wenig Geld, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen, sind sie unter Umständen gezwungen, das Haus der Eltern zu verkaufen oder auf ihr Vorsorgekapital zurückzugreifen. Die Initianten halten bei anderen Themen den Wert der Familien hoch mit der Erbschaftssteuer tun sie genau das Gegenteil. Diese ist nicht nur familienfeindlich, sondern auch ungerecht. Rolf Blatter Landrat FDP, Vorstand HEV BL Leserbrief November 2014 Weder links noch rechts, sondern abwärts Die Pauschalbesteuerten scheinen derzeit die bevorzugten Zielscheiben der Linken zu sein. Die Standards nach denen sie „von links“ mit Urteilen beworfen werden sind erschreckend kurzsichtig. Denn gegenüber denen, die nach einer Abwanderung der Reichen aus der Schweiz ihre finanzielle Existenzgrundlage verlieren würden, fehlt jede Rücksicht. Viele Menschen in der Schweiz leben oder profitieren von dem Vermögen, das die Pauschalbesteuerten mitbringen. Nur weil wir vielleicht nicht direkt davon profitieren heisst das nicht, dass dies für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürgerebenso gilt. Dieser Irrtum hat reale und nachhaltige Konsequenzen für viele Schweizerinnen und Schweizer. Wer selbstgerecht und pauschal urteilt, leistet keinen Beitrag für Gerechtigkeit. Tatsache ist: Die Abschaffung der Pauschalsteuer wird hauptsächlich die Lebenssituation von vielen verschlechtern. Wirtschaftlich befördert uns die Abschaffung der Pauschalbesteuerung nur in eine Richtung, nämlich abwärts. Eine Vorgehensweise, die dazu führt Menschen zu vertreiben, die vielen eine Existenzgrundlage bieten, besitzt keinen Mehrwert: weder in moralischer noch in wirtschaftlicher Hinsicht. Bevor man Arbeitsplätze von Mitbürgerinnen und Mitbürgern abschafft, sollte man alternative Arbeitsplätze für sie schaffen. Bis dahin sehe ich hier die beste aller möglichen Entscheidungen in einem solidarischen NEIN zur Abschaffung! Rolf Blatter, Pfeffingen Leserbrief Oktober 2014 Wer soll das bezahlen? Die Finanzen des Kantons Baselland präsentieren sich in einem desolaten Zustand das ist leider nicht wegzudiskutieren. Seit 2009 resultierte jährlich ein negatives operatives Ergebnis, die Bruttoverschuldung hat 2013 die Milliardengrenze erneut geknackt. Das hindert leider weder vornehmlich politisch linke Kreise noch die öffentliche Hand, immer neue und bisweilen unnötige Aufgaben zu „erfinden“. Ohne sich dabei die Frage nach deren Bezahlung zu stellen; der Staat hat ja genügend Geld und geht ihm mal das Geld aus, passt er einfach seine Einnahmen an; und erhöht die Steuern. Und wir Staatsbürger berappen das alles. Mit Entlastungspaket, Schuldenbremse, gutem Finanzleitbild usw. wären gute Grundlagen für eine nachhaltige Sanierung der Kantonsfinanzen gegeben. Das Jekami beim Vorschlagen neuer Auf- und Ausgaben jedoch lässt diese Grundlagen deren positive Wirkung verfehlen. Beispiele beinhalten „Harmos“, Pensionskasse, 30-er Zonen, neue Kontrollen (vorgeschlagene Lohnprüfungen), Bauvorschriften, und dergleichen mehr. Würden alle, die solche Ausgaben vorschlagen, fordern und beschliessen, dies auch tun, wenn es nicht fremdes Geld, sondern deren eigenes wäre? Wohl kaum. Für die Wende zum Besseren ist es nie zu spät lassen wir doch bei künftigen kostenträchtigen Projekten mehr Vernunft und Weitsicht walten. Rolf Blatter Landratskandidat FDP